• Autoimmune hepatitis: From the initial therapy to the differentiated approach [Autoimmunhepatitis: Von der ersten Therapie zum differenzierten Vorgehen]

      Taubert, R.; Manns, M. P.; HZI,Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Inhoffenstr. 7,38124 Braunschweig, Germany.
      Gegliederte Zusammenfassung Hintergrund: Die Autoimmunhepatitis (AIH) ist zwar eine seltene Erkrankung zeigt aber wie andere Autoimmunerkrankungen in der westlichen Welt eine ansteigende Inzidenz und hat unbehandelt einen schlechten natürlichen Verlauf. Ziel der Arbeit (Fragestellung): Darstellung des aktuellen Kenntnisstands zur Pathogenese, Diagnostik und Behandlung der AIH. Material und Methoden: Zusammenfassung der gültigen nationalen sowie internationalen Leitlinien und exemplarischer aktuell publizierter Studien. Ergebnisse und Diskussion: Die Therapie der AIH aus Prednisolon +/- Azathioprin war beginnend in den 1960 Jahren die erste medikamentöse Therapie einer Lebererkrankung, die die Lebenserwartung nachweislich verbessern konnte. Seit 2011 Jahren ist zusätzlich Budesonid für AIH-Patienten ohne Leberzirrhose als alternatives Steroid mit weniger systemischen Nebenwirkungen zugelassen. Abgesehen davon hat sich die initiale Erstlinientherapie der AIH in den letzten 40 Jahren nicht grundlegend verändert. Das Therapieziel der kompletten biochemischen Remission wird bei ca. 70-80% der Patienten erreicht. Bei hohen Rückfallraten trotz lang anhaltender biochemischer und histologischer Remission ist bei den meisten Patienten eine lebenslange Therapie notwendig. Bisherige Zweitlinientherapien beruhen vor allem auf retrospektiven Studienergebnissen und daher fehlen einheitliche Empfehlungen zur Zweitlinientherapie von den internationalen Fachgesellschaften. Ebenso ist keine Zweitlinientherapie von den Zulassungsbehörden wie FDA oder EMA zugelassen.